Ausgabe 11-2012
Zu Gast bei Miladis
Marokkanische Gastfreundschaft in Leipzig.
Ein Interview von Cesare Stercken
Raduan Miladi ist in Casablanca als Sohn eines Fleischers aufgewachsen. In seiner Jugend war er auf der Suche nach einem neuen Leben. Gefunden hat er es in Leipzig. Hier hat er eine Familie gegründet, ein Haus gebaut und sein Geschäft eröffnet.
3Viertel: Wo kommen Sie beziehungsweise ihre Familie genau her?
Miladi: Ich bin in Casablanca, Marokko geboren. Meine Frau ist Leipzigerin, ihre Mama ist Leipzigerin, ihr Papa stammt aus dem Jemen und ist als Sportstudent nach Leipzig gekommen. Ich war zunächst in Frankfurt am Main, hatte ein dreimonatiges Touristenvisum für Deutschland und war bei einer Familie zu Besuch, die ursprünglich aus Leipzig kam. Leipzig haben sie mir dann auch gezeigt, das hat mir direkt gefallen, ich wollte bleiben. Was schwierig war, aber letztendlich geklappt hat.
3 Viertel: Das heißt, Sie haben noch Familie in Marokko?
Miladi: Meine Mama und Papa sind leider vor drei Jahren gestorben. Meine älteste Schwester und ihre Kinder und mein ältester Bruder wohnen in Casablanca im Haus unserer Eltern. Eine weitere Schwester wohnt in Paris mit Kindern und Enkelkindern. Der Rest der Familie, zwei Brüder mit Kindern, wohnen in Turin.
3Viertel: Warum haben sie Marokko verlassen?
Miladi: In der Jugend fand ich es faszinierend, andere Länder zu sehen – vor allem Europa. In Marokko zeigt man nur das leichte Leben in Europa, einen vorgeblich anstrengungslosen Wohlstand. In Marokko ist es schwer auf die Beine zukommen. Aber auch die Neugierde hat mich hierher gebracht, ich wollte als Jugendlicher meine Freiheit. Ich habe mich unterdrückt gefühlt und wollte mehr sehen. So kam es, dass meine ältere Schwester mich nach Paris eingeladen hat. Aber ich wollte nicht bei ihr bleiben, ich wollte was Eigenes unabhängig von der Familie. Dann gab es die Einladung von Freunden nach Frankfurt.
3Viertel: Sie hatten also ein Touristenvisum für drei Monate. Wie ging es dann weiter?
Miladi: Ich konnte das Visum nochmalig um drei Monate verlängern und danach haben meine Frau und ich die Heirat beantragt. Es gab Schwierigkeiten mit dem Standesamt und den Behörden – sie waren sehr skeptisch wegen der Heirat. Sie haben uns in getrennten Zimmern befragt und meiner Frau immer wieder gesagt, dass ich sie sicher nach der Heirat verlassen würde. Im November feiern wir unseren 20. Hochzeitstag! Wir haben drei Kinder, ein Haus gebaut und unseren Laden – alles Top – einmalig!
3Viertel: Sie sind selbstständig und haben zwei Geschäfte. Waren sie immer selbstständig?
Miladi: Gelernt habe ich Tischler. Das Fleischerhandwerk ist ein Familienberuf, den ich bei meinem Vater nach der Schule gelernt habe.
Vor vierzehn Jahren habe ich meinen Dönerladen auf der Ecke aufgemacht. Alles selbst renoviert, ausgebaut und selbst gebaut. Für die Theke ist mein letztes Geld drauf gegangen. Ich habe dann sehr viel gearbeitet, circa 18 Stunden am Tag jeden Tag in der Woche und wir sind die ersten fünf Jahre nicht in den Urlaub gefahren.
Mit einer Fleischerei, wie heute, habe ich wenigstens nur 12-Stunden-Tage und am Sonntag frei. So habe ich dann auch etwas von meinen Kindern. Letztes Jahr haben wir dann in dem Eckladen das Restaurant eröffnet. Meine Frau hat für mich mittags im Laden gekocht und die Kunden haben dann immer gefragt, was so duftet. Dadurch kamen wir auf die Idee das Essen, das sie kocht, in dem Restaurant anzubieten.
3Viertel: Haben Sie bisher Anfeindungen aufgrund ihrer marokkanischen Herkunft erlebt?
Miladi: Es gibt schon oft Blicke, die mich etwas kränken, so als wäre ich unter Verdacht. Aber die Menschen, die mich kennen, sind alle sehr freundlich zu mir. Ich habe aber auch immer gut gewohnt und habe viel Geld für die Miete ausgegeben, da bin ich immer sehr willkommen gewesen. Die Menschen dort haben mir zu Weihnachten Geschenke an die Tür gestellt, oder haben uns zum Essen eingeladen.
Meine älteste Tochter trägt seit einer Weile Kopftuch, ich bin da nicht so für, aber das hat sie so für sich entschieden. Ihre Pubertät war sehr schlimm – da konnte ich zusehen wie meine Haare grau wurden. Aber wenn ich heute mit ihr in der Stadt unterwegs bin, dann werde ich schon böse angeschaut. Aber hey, manche laufen halb nackt oder komplett tätowiert und voller Piercings durch die Gegend, das ist doch auch okay. Hauptsache, das sind anständige Menschen.
3Viertel: Sind Sie Muslim?
Miladi: Ich bin gläubig, doch gehe nicht oft in die Moschee, außer zu den Festen. Im Alltag habe ich keine Zeit zu beten. Ich schaffe manchmal nicht einmal mein Essen, das wird dann bis zu fünfmal warm gemacht. Ramadan mache ich natürlich, aber Fasten tue ich ja sowieso – auch ohne Ramadan.
3 Viertel: Was ist genau „Halal“?
Miladi: Das gleiche wie „koscher“. Nach speziellen Regeln geschächtetes Fleisch.
3 Viertel: Kommen auch Israelis bei Ihnen einkaufen?
Miladi: Ja, natürlich. Ich verkaufe auch israelische Minze, Koriander und Datteln. Ich sehe jeden als Freund, solange er als Freund zu mir kommt. Wenn er Hass in sich hat, halte ich Abstand.


Ausgabe 10-2012
TalkWalk
Bertram Weisshaar betreibt Spaziergangsforschung. Was sich so spaßig anhört, ist allerdings eine konkret angewandte Wissenschaft. Mit dem von ihm gegründeten Atelier Latent hat er eigeninitiierte sowie von Kommunen und Institutionen beauftragte Projekte umgesetzt.
Bertram Weisshaar hat zunächst eine Ausbildung zum Fotografen gemacht und war als Industriefotograf tätig. Nach seinem Studium der ...
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Ausgabe 9-2012
Kunst im öffentlichen Raum
Über Formen des Protests.
Ein Interview mit der Künstlerin Diana Wesser, die unter anderem das PROtest Projekt am Lindenauer Markt macht. Die Fragen stellte Cesare Stercken
Diana Wesser: Hör mal, fragst Du jetzt nur zum PROtest oder auch zu anderen Projekten?
Cesare: Ich frage jetzt erstmal: Klassisches Ballett und Modern Dance – hast Du das studiert?
Diana: (lacht) Nee, ich hab ...
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Ausgabe 7-2012
Keine Blondine
Gegen Rollenmodelle. Sophie von Stillfried im Gespräch mit Ildiko Sebestyen und Cesare Stercken. Sophie von Stillfried stellt ab dem 8.7.2012 ihre Bilder unter dem Titel „Noli me Tangere“ in der Galrie Potemka aus. Vernissage ist am 7.7.2012.
Cesare: Bist Du verwandt mit dem Familienverband der Grafen und Freiherren von Stillfried und Rattonitz?
Sophie: Ja.
Cesare: In welcher ...
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Ausgabe 6-2012
Jim Whiting
JIM WHITING hat von 1969 bis 1972 ein Studium in Electronic Engineering und System Control in London absolviert, danach ein Jahr Bildhauerei studiert. Seit 1979 arbeitete er als freischaffender Künstler in London. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit einer Videoarbeit für Herbie Hancock. Das Video „Rockit“ – mit den Puppen, die sich in den Schränken und auf dem Sofa zur Musik bewegen – ...
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Ausgabe 5-2012
Seifenschaum und Strahlenschäden
Dr. Friederike Fellmer im Portrait. Die Fragen stellte Trendela Braun.
Wer schön sein will, muss leiden – vor allem angesichts der ungeheuren Auswahl an Kosmetik. Unzählige Produkte verlocken mit Heilsversprechen zum Kauf. Oft sind die Inhaltsstoffe zweifelhaft, die Wirkung des angeblichen Wundermittels ebenso. Umso mehr ist es eine freudige Erfahrung, jemanden zu treffen, der diese ...
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Ausgabe 4-2012
Lost in Leipzig – Die Abenteurer
Das Portrait zum Film „Geschichten hinter vergessenen Mauern– Lost Place Storys aus Leipzig“.
Die Fragen stellte Cesare Stercken.
Nina Maria Föhr ist Schauspielerin und gut befreundet mit Regisseur Enno Seifried. Gemeinsam haben sie bereits an verschiedenen Projekten gearbeitet und aktuell den Dokumentarfilm „Geschichten hinter vergessenen Mauern – Lost Place Storys aus Leipzig“ ...
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Ausgabe 3-2012
Die Vorstellung Beginnt
Nora Freytag ist die neue Betreiberin des Cineding. Die Fragen stellten Ildiko Sebestyen und Cesare Stercken.
Seit wann lebst du in Plagwitz und wie kam es dazu?
Im Herbst 2008 bin ich von Halle nach Leipzig gezogen, weil mir meine alte Stadt nach über zehn Jahren langsam zu klein wurde. Seitdem lebe ich in Plagwitz, das von Anfang an einer meiner Favoriten unter den Stadtteilen war. Vorher ...
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Ausgabe 2-2012
Die Anamnese der Ideenfindung ist nicht unsere Aufgabe
Herr Gerkens ist Amtsleiter im Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung, kurz ASW, der Stadt Leipzig. Auf dem Forum Leipziger Westen am 1. Dezember 2011 sprach er in seiner Funktion vor Publikum mit den Akteuren im Leipziger Westen.
Herr Gerkens, ihre Einschätzung der vergangenen Förderperioden Urban I und II beziehungsweise EFRE sind soweit gemischt gewesen. Wie lange glauben Sie, ist ...
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Ausgabe 1-2012
Meine Lebensretterin
Johanna Landgraf – Eine Geschichte von Zivilcourage. Von Cesare Stercken
Wenn es eine Zeit gab, in der die deutsche Geschichte und Kultur gelitten hat, dann zur Zeit der Nationalsozialisten. Die Gleichschaltung und die ethnische Säuberung, der Massenmord und die Gewalt der Nationalsozialisten haben in unvergleichbarem Ausmaß gewütet. Es gab aber auch einzelne Menschen, die zu dieser Zeit ...
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Ausgabe 10-2011
„In stillen Teichen lauern Krokodile“
Michael Schweßinger ist eine Art Undergroundliterat. Ein Dichter ironisch satirischer Texte. Seine Bücher erschienen in der Edition PaperONE, einem Zusammenschluss verschiedener Literaten aus Leipzig. Gerade sind sie mit Ihrem Verlag in die unmittelbare Nähe der Karl-Heine-Straße gezogen. Dort haben sie nun eine Verlagsbuchhandlung, in der auch Lesungen stattfinden sollen.
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Du hast einen ...
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Ausgabe 9-2011
„Es geht um Ehrlichkeit und Transparenz“
Normann Katzer hat den Südplatzspätverkauf in der Südvorstadt aufgebaut und mittlerweile bereits verkauft. An der Karl-Heine-Straße, gegenüber dem Westwerk, hatte er die Schwarze Katze, den Karl-Heine-Späti. Der kam allerdings über ein arbeitsintensives Nullsummengeschäft nicht hinaus. Nun steckt er auch beim beliebten Café Albert mit drin. Er hat die Inneneinrichtung gebaut und entworfen, ...
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Ausgabe 8-2011
MODEFRAGEN
Gestellt von Olivia Czok und beantwortet von Susan und Susn, von FREDEVISSLA. Einem Leipziger Modelabel zwei junger Frauen, die derzeit im Tapetenwerk ihr Atelier haben.
Seit wann interessiert ihr euch für Mode?
Wir sind damit aufgewachsen. Wir haben keine Modeaffinität zu Großdesignern – wir lassen uns zwar von ihnen inspirieren, sind aber nicht davon abhängig. Wir müssen ja schließlich mit ...
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Ausgabe 7-2011
„Wer hat mein Mondknotenbuch?“ – Jens Waschkipy
Kurz zur Dir. Geburtsort, Schule, Jugendzeit, Ausbildung?
Ich bin 1965 in Schönefeld geboren und in Mockau zur Schule gegangen. In den 80ern ist man, statt in den Jugendklub, in die Friedenskirche gegangen. Dort war man zusammen und geschützt vor der Polizei. Meine Ausbildung zum KFZ- Mechaniker habe ich unter Druck meines Vaters und der Gesellschaft gemacht. Jeder Junge wollte KFZ-ler sein. ...
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Ausgabe 6-2011
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Jana Reichenbach-Behnisch
Von Cesare Stercken
Zur Person:
Jana Reichenbach-Behnisch ist Architektin und Eigentümerin des Tapetenwerkes an der Lützner Straße. Ihr Büro rb architekten arbeitet im Bereich der Bauforschung u.a. zum Thema demografischer Wandel. In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung beschäftigt sie sich mit den Themen des Bauens im ...
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Ausgabe 5-2011
Mister Josephstrasze
ven Riemer, lebt in der Josephstraße und arbeitet für die Josephstraße, für das Bildhauerviertel, für die Stadtteilentwicklung und für den Buchkindergarten, der bald in der Josephstraße gebaut werden soll. Sven Riemer ist in Dresden aufgewachsen, hat von 1984 an in Wiesbaden gelebt und ist 1999 für sein Kunststudium nach Oxford gegangen.
Wie bist Du in den Leipziger Westen geraten?
Die ...
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Ausgabe 4-2011
Die bildende Kunst ist ja dem Theater Jahrzehnte voraus
Das Paar, die Eltern, die Künstler, die den Westflügel mitbegründet haben, heißen Charlotte Wilde und Michael Vogel. Er kommt aus dem klassischen Figurentheater und macht das schon seit seiner Kindheit – früher mit Marionetten und heute mit den Figuren. Sie ist Musikerin und zusammen nennen sie sich Wilde & Vogel Figurentheater. Neben den Terminen im Westflügel geben sie viele Gastspiele, auch ...
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Ausgabe 3-2011
„Gegen den Wind raus“
Ein Gespräch mit Patrick Zschocher, Herausgeber des Einbuch Verlages. Die Fragen stellen Ildiko Sebestyen und Cesare Stercken
Man sieht manchmal ein Fahrrad herum stehen. Darauf ein Holzregal mit Flyern. Es bewirbt den EINBUCH Buch- und Literaturverlag Leipzig. Meist steht es auf einer der Brücken in Dreiviertelland.
Der Mann hinter dem Verlag fährt selbst auch gerne und viel Rad. Aber ...
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Ausgabe 2-2011
Anteilnahme ist unverzichtbar
Gespräch Ildiko Sebestyen mit Dr. Mike Burkhardt, Chefarzt des Diakonissenhauses für Kardiologie, Geriatrie und Innere am 28.1.2011 um 9:30 Uhr im Büro desselben:
Herr Dr. Burkhardt, seit wann sind Sie im Diakonissenkrankenhaus als Arzt tätig? Und seit wann sind Sie Chefarzt?
Das Diako oder wie manchmal kurz sagen "DH" war 1991 meine erste Ausbildungsstätte als frisch gebackener Arzt, ...
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Ausgabe 1-2011
Das war's dann gewesen für mich!
Ein Gespräch mit Rainer Müller, die Fragen stellte Trendela Braun.
Aber nach seinem ersten Konflikt mit der SED-Obrigkeit im Alter von 15 Jahren legte Rainer Müller (*1966) erst richtig los: Meinungsfreiheit, Freiheitskampf und Aufarbeitung von Unterdrückung waren und sind seine Themen. In den 1980er Jahren war er Mitglied der Opposition in der DDR. Heute arbeitet er als Historiker die ...
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Ausgabe 12-2010
geburtstagsgeschenk
Ein Interview zur Hausgeburt. Ein Interview von Cesare Stercken mit Anna aus Schleußig (Name von der Red. geändert)
Weihnachten. Ursprünglich die Geschichte einer Hausgeburt. Genauer gesagt einer Stallgeburt. Doch solch unhygienische, ja animalisch anmutenden Vorgänge sind heute aus der Welt unserer Vorstellungen verbannt. Und an die Stelle der beischlaflosen Empfängnis ist scheinbar die ...
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Ausgabe 11-2010
„Dr. schacht wäscht sich die hände“
Das Antiquariat Dombrowski haben sicher schon einige bemerkt, das Schild an der Straße gesehen, doch wer schon mal in den Räumen war, wird von der hervorragenden Sammlung bildender Literatur beeindruckt worden sein. Peter Dombrowski, Jahrgang 1952, aufgewachsen in Rudolstadt lebt heute in Leipzig Plagwitz, gegenüber der Georg-Maurer-Bibliothek und hat auch dort sein Antiquariat ...
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Ausgabe 10-2010
vielleicht kann ich nur in meinen träumen frei leben
3VIERTEL: Woher kommst Du, wo liegen Deine familiären Wurzeln?
Adel: Ich bin im Nordwesten des Iran geboren, in einer kleinen Stadt in den Bergen.
3VIERTEL: Wie bewertest Du die heutige Situation im Iran?
Adel: Innerhalb der Bevölkerung sieht man den Wunsch nach Veränderung. Es gibt eine Spaltung in der Gesellschaft zwischen dem Regime, den Herrschern und dem Volk, den Beherrschten. Es ...
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